Luisa-Mira Theiss-Laubscher - Sonnenkinder21.at

Suchen
sonnenkinder21.at
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Luisa-Mira

Es ist der 29.12.06, 2 Uhr nachts, der erste Schnee fällt in Linz und eine gewisse Stille macht sich breit.
Die Ruhe vor dem Sturm, 39.SSW.,  ich bin 27 Jahre alt und erwarte meine zweite Tochter.
Die Schwangerschaft verlief soweit ok. Nackenfalte war im erhöhten Normbereich, eine Punktion kam für uns nicht in Frage da die Wahrscheinlichkeit dadurch das Kind zu verlieren uns zu hoch war.
Unverständnis von Seiten meines Arztes der es für nicht gut empfindet keine weiteren Kontrollen durchzuführen:"Frau Laubscher sie wissen, wir können mit einer Indikation die Schwangerschaft jederzeit abbrechen".
Ich bin traurig über solch ein Unverständnis und verstehe die Welt nicht mehr. Nein, mein Baby ist gewünscht, geliebt und darf wachsen so wie es ist.
Das Organscreening in der 20.SSW., perfekt, eine Traumschwangerschaft, mein Baby entwickelt sich prima und weist organisch keine Schäden auf. Aufatmen.
Plötzlich in der 25 SSW. eine Auffälligkeit der Herzkammern, nach einem Ultraschall auf der Pränataldiagnostik im Krankenhaus Entwarnung, Entlassung O.B. (ohne Befund).
Unser Baby wächst und ist so ein lebendiges Kind (spüre sie ganz deutlich und sie kuschelt und drückt sich immer gegen die aufgelegte Hand), wir freuen uns so auf unser kleines Mädchen.

In der 36.SSW. wird bei der Abschlußuntersuchung meines Frauenarztes eine deutliche Auffälligkeit der linken Herzkammer entdeckt, 37.SSW. Termin auf der Kinderkardiologie: Verdacht auf Hypoplastisches Linksherzsyndrom, Schock. Es soll ein Kaiserschnitt gemacht werden, nach Absprache mit dem Kardiologen lassen sie sich überreden eine spontane Geburt durchzuführen. Es ist Weihnachten und ich spüre deutlich das Luisa-Mira bald geboren werden will. Es ist der 29.12.06, 9.09Uhr unsere kleine Luisa-Mira ist geboren, eine schnelle, intensive, schöne Geburt. Leider darf ich mein Mädchen nicht sehen und halten, sie kommt sofort nach der Geburt in die Obhut der Ärzte.
Nein, der schwere Herzfehler ist es nicht nur VSD, ASDII, ein offener Ductus botali und eine Asymmetrie der Herzkammern sowie der Verdacht auf eine Trisomie 21.
Tage der Sorge und Angst, ein ständiges Auf und Ab, Achterbahn der Gefühle...und mal wieder Unverständnis von einigen entfernten Bekannten der Familie. "Ja, habt ihr nichts kontrollieren lassen?", hören wir nur all zu oft. Der Schleier der Tränen hebt sich und wir sind so froh das Luisa nun im Schutze unserer Liebe und Fürsorge zu einem ganz tollen Menschen heranwächst, zusammen mit ihren Geschwistern Alina-Lucia 5 Jahre und Laurenz-Noel 9 Monate. "Danke liebe Luisa-Mira unsere Zaubermaus, es ist soooo schön das es Dich gibt!!"

Nach und vor der Geburt bekamen wir als Familien Unterstützung u.a. von Seelsorgern, Sozialarbeitern und Psychologen, welches wir als mehr oder weniger hilfreich empfanden.
Um dieses Angebot abzurunden und verschiedene Bereiche der Familien bzw. Elternberatung ergänzend zu unterstützen wünschen wir uns "MIRA".

Ein weiterer Austausch in Form einer Elterngruppe kam in Form eines Treffens initiiert vom "Zentrum Spattstrasse" Linz/Diakonie zustande.

Immer wieder wurde von Eltern der Wunsch eines Kennenlernens anderer „Down-Syndrom-Familien“ bei den Frühförderinnen deponiert. Dieser wurde aufgegriffen und das erste Mal trafen wir uns im Frühjahr 2009. Daraus entwickelte sich unser „Down-Syndrom Familienvormittag“, der in dieser Form jeden ersten Samstag im Monat stattfindet. Wir sind voller Tatendrang und freuen uns immer wieder auf Neuankömmlinge!!!

Freunde



 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü